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Morgen müssen wir verreisen
( Hoffmann von Fallersleben )
und es muß geschieden sein.
Traurig zieh'n wir unsre Straße,
lebe wohl, mein Schatzelein!
Lauter Augen feucht von Tränen,
lauter Herzen, voll von Gram;
keiner kann es sich verhehlen,
dass er schwerer Abschied nahm.
Kommen wir zu jenem Berge,
schauen wir zurück in's Tal,
schau'n uns um nach allen Seiten,
seh'n die Stadt zum letztenmal.
Wenn der Winter ist vorüber,
und der Frühling zieht in's Feld,
will ich werden wie ein Vöglein,
fliegen durch die ganze Welt.
Dahin fliegen will ich wieder,
wo's mir lieb und heimisch war.
Schätzlein, muss ich jetzt auch wandern,
kehr ich Heim doch übers Jahr.
Übers Jahr, zur Zeit der Pfingsten,
pflanz ich Maien dir ans Haus,
bringe dir aus weiter Ferne,
einem frischen Blumenstrauß.
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