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An der Saale (des Rheines) hellem
Strande
(F.Kugler 1822)
Stehen Burgen stolz und kühn,
Ihre Mauern sind zerfallen,
Und der Wind streicht durch die Hallen,
Wolken ziehen drüber hin.
Zwar die Ritter sind verschwunden,
Nimmer tönet Speer und Schild,
Doch dem Wanderer erscheinen
Aus bemoosten alten Steinen
Nachtgestalten zart und mild.
Drüben winken schöne Augen,
Freundlich lacht manch' roter Mund,
Und der Wand'rer steht von ferne,
Schaut in blauer Äuglein Sterne,
Herz ist heiter und gesund.
Doch der Wand'rer muss von dannen,
Denn die Abschiedsstunde ruft;
Und er singet Abschiedslieder,
Lebewohl tönt ihm wieder,
Tücher wehen in der Luft.
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