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Es liegt eine Krone im tiefen Rhein
(Vereins und Taschenliederbuch 1865)
gezaubert von Gold und von Edelstein,
und wer sie erhebet aus tiefem Grund,
den krönt man zu Aachen in selbiger Stund:
vom Belt bis zur Donau, die Lande sind sein,
dem Kaiser der Zukunft, dem Fürsten am Rhein.
Es liegt eine Leier im grünen Rhein,
gezaubert von Gold und Elfenbein;
und wer sie erhebet aus tiefen Grund:
dem strömen die Lieder begeistert vom Mund:
der Kranz der Unsterblichkeit wartet fein,
Des Sängers der Zukunft, des Sängers am Rhein.
Ich weiß wo ein Häuschen am grünen Rhein,
umranket von Reblaub die Fensterlein;
drin waltet ein Herz so engelgleich,
an Gold so arm, doch an Tugend so reich:
gehörte dies Herz an dem Rheine mir,
Ich gäbe die Krone, die Leier dafür.
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