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Es viel ein Reif in der
Frühlingsnacht
(Vereins und Taschenliederbuch 1865)
wohl über die schönen Blaublümelein,
sie sind verwelket, verdorrt.
Ein Knabe hatte ein Mägdlein lieb;
sie liefen heimlich von Hause fort,
es wußt's nicht Vater noch Mutter.
Sie liefen weit ins fremde Land,
sie hatten weder Glück noch Stern,
sie sind verdorben, gestorben.
Auf ihrem Grab Blaublümelein blühte,
umschlingen sich treu wie im Grab;
der Reif sie nicht welket, nicht dörret.
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