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Schlaf, Herzenssöhnchen, mein Liebling
bist du
(Fr. K. Hiemer)
Schließe die müden Äuglein zu!
Alles ist ruhig und still wie das Grab,
Schlaf' nur, ich wehre die Fliegen dir ab.
Jetzt noch mein Söhnchen, ist goldene Zeit,
Später, ach später ist's nimmer wie heut'!
Stelle erst Sorgen um's Lager sich her,
Söhnchen, dann schläft sich's so ruhig nicht mehr!
Engel vom Himmel, so lieblich wie du,
Schweben um's Bettchen und lächeln dir zu;
Später zwar steigen sie auch noch herab,
Aber sie trocknen nur Tränen dir ab.
Schlaf, Herzenssöhnchen, und kommt gleich die Nacht,
Sitzt deine Mutter am Bettchen und wacht;
Sei es so spät auch, sei es so früh,
Mutterlieb', Herzchen, entschlummert doch nie!
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