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Denke dir, mein Liebchen
(Taschenliederbuch 1865 )
was ich im Traum gesehn!
Ich lag im duft'gen Walde,
umringt von schönen Feen,
sie flüsterten und kosten,
ich sollte ihr Ritter sein,
und wie sie noch so sprachen,
mein Lieb, da dacht ich dein,
denn so wie du so lieblich und so schön,
Kind, glaube mir, war keine der Feen!
Unter schatt'gen Bäumen
auf dem weichen Moos
lag ich gar bald im Träume,
der schönsten Fee im Schoß!
Und wie mir nun all die andern
im magischen Zauberschein
den Feenreigen schwangen,
mein Lieb, da dacht ich dein,
denn so wie du so lieblich und so schön,
Kind, glaube mir, war keine der Feen!
Als ich von dem Träume früh
am Morgen erwacht,
war auch in Nichts zerronnen
der Feen Glanz und Pracht.
Mein einziger Gedanke
warst du nur, mein Liebchen, allein,
im Wachen wie im Träume
wirst du es immer sein,
denn so wie du so lieblich und so schön,
Kind, glaube mir, war keine der Feen!
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