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Fahr mich hinüber, schöner
Schiffer
( Vereins und Taschenliederbuch 1865)
nach dem Rialto fahre mich.
Sieh, dieses Halsband dir zum Lohne,
ich hab es längst bestimmt für dich.
Der Schiffer sprach: Nein, Gianetta,
der Lohn ist wahrlich gar zu klein,
doch sollt ich dich hinüberfahren,
so kann's um diesen Lohn nicht sein.
Nimm diesen Rosenkranz zum Lohne,
es ist das Beste, was ich hab;
der Bischoff ihm am Ostertage
den Segen und die Weihe gab.
Der Schiffer sprach: Nein, Gianetta,
der Lohn ist wahrlich gar zu klein,
doch sollt ich dich hinüberfahren,
so kann's um diesen Lohn nicht sein.
Fahr mich hinüber, schöner Fischer;
ich weiß ein wunderlieblich Lied,
dies sing ich dir, indes die Gondel
dahin auf leichter Welle zieht.
Der Schiffer sprach: Nein, Gianetta,
ich fahre nicht um solchen Lohn,
was hilft mir denn dein schönes Liedchen?
Der Klang davon ist bald entflohen.
Doch seh ich jetzt die Gondel schwimmen
über die schnell bewegte Flut,
und drinnen sitzt mit Gianetta
der Schiffer froh und wohlgemut.
Sie landen an, und Gianetta,
sie eilet flücht'gen Schritts davon;
was hat dem Schiffer sie gegeben?
Er war zufrieden mit dem Lohn.
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