| |
Bald scheiden wir aus diesem Kreise
( Vereins u. Taschenliederbuch 1865 )
und legen ab den Ehrenrock,
und treten an die Heimatreise
mit einem Reservistenstock.
Geschlossen geht es aus dem Tore
zum letzten mal vergnügt hinaus,
die Mütze sitzt auf dem Ohre,
und keine Waffe schmückt uns aus.
Leb wohl, du liebe Kompanie,
leb wohl, mein altes Regiment!
Das Herz uns jetzt zur Heimat zieht,
denn unsre Dienstzeit ist zu End.
Nun lebet wohl, ihr hübschen Mädchen,
lebt alle, alle herzlich wohl,
leb wohl, du altes schönes Städtchen,
von dir wir ziehn sehr trübevoll!
Seid guten Muts, ihr Kameraden,
die ihr noch länger dienen müsst,
zu euch wird man ja auch bald sagen:
Seht dort den jungen Reservist!
Doch dien ich meinem König fort
zu Haus als treuer Reservist,
will zeigen stets durch Tat und Wort,
was echte Königstreue ist.
Und ruft das Vaterland uns wieder
als brave Landwehrmänner ein,
so legen wir die Arbeit nieder
und folgen unsern Fahnen gern.
|
|