| |
Der Abend wandelt leise
(August Silberstein)
Die Lüfte ziehn so sacht,
Es haben auf der Reise
Sich Stern' zu Sternlein aufgemacht.
Es geht ein sanfte Regen
Durch alles was gebannet scheint -
O komm mir leis' entgegen
Mein Lieb, sei still mit mir vereint!
Es feiern allerwegen
Die Hände von des Tages Tun;
Lass' Hand in Hand uns legen,
Und Aug' in Auge selig ruh'n.
Die Dämmerstunde bliebe
Nur dürftig in dem Stundenkranz -
Die Abendfeier der Liebe
Verleiht ihr den höchsten Glanz!
|
|