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Als Noah aus dem Kasten war
(A. Kopisch 1824)
Da trat zu ihm der Herre dar,
Der roch des Noah Opfer fein,
Und sprach: ich will dir gnädig sein,
Und weil du ein so frommes Haus,
So bitt' dir selbst `ne Gnade aus.
Da sprach der Noah: Lieber Herr,
Das Wasser schmeckt mir gar nicht sehr,
Dieweil darin ersäufet sind
Viel sündhaft Vieh und Menschenkind.
Drum möchte' ich armer alter Mann
Ein anderweit Getränke han.
Da griff der Herr in's Paradies
Und gab ihm einen Weinstock süß,
Und gab ihm guten Rat und Lehr'
Und sprach: den sollst du pflegen sehr,
Und wies ihm Alles so und so,
Der Noah ward ohn' Maßen froh.
Und rief zusammen Weib und Kind,
Dazu sein ganzes Hausgesind;
Pflanzt' Weinberg' rings um sich herum,
Der Noah war fürwahr nicht dumm;
Baut' Keller dann und presst den Wein,
Und füllt ihn auch in Fässer ein.
Der Noah war ein frommer Mann,
Stach ein Faß nach dem andern an,
Und trank es aus zu Gottes Ehr',
Das macht' ihm eben kein Beschwer,
Er trank, nachdem die Sündflut war,
Dreihundert und noch fünfzig Jahr.
Ein kluger Mann daraus ersieht,
Daß Weingenuß ihm schadet nit.
Und item daß ein frommer Christ
In Wein niemalen Wasser gießt,
Dieweil darin ersäufet sind
All' sündhaft Vieh und Menschenkind.
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