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Der Papst lebt herrlich in der Welt
(Ludwig Noack)
es fehlt ihm nicht an Ablassgeld,
auch trinkt er täglich seinen Wein,
ich möchte auch der Papst wohl sein.
Doch nein, er ist ein armer Wicht,
ein holdes Mädchen beglückt ihn nicht;
er schläft in seinem Bett allein,
ich möchte doch der Papst nicht sein.
Der Sultan lebt in Saus und Braus,
er wohnt in einem schönen Haus
voll wunderschöner Mägdelein;
ich möchte wohl auch Sultan sein.
Doch nein, er ist ein armer Mann,
lebt er nach seinem Alkoran,
so trinkt er keinen Tropfen Wein;
ich möchte doch nicht Sultan sein!
Getrennt mag ich nicht beider Glück
nur einen einz'gen Augenblick;
doch das geh ich mit Freuden ein:
bald Papst , bald Sultan möchte ich sein.
Drum, Mädchen, gib mir einen Kuss,
denn jetzt bin ich der Sultanus;
drum, trauten Brüder, schenket ein,
damit ich auch der Papst kann sein!
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