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Fünfmalhunderttausend Teufel kamen
einstens in die Welt
(E.M. Oetinger)
aber, ach, die armen Teufel hatten keinen Heller Geld.
Alle fingen an zu winseln, alle fingen an zu schrein,
keiner von den armen Pinseln wusste weder aus noch ein.
Satanas, der alte Teufel, lachte sich fast lahm und krumm:
Gott im Himmel, diese Teufel sind doch wahrlich gar zu dumm!
Alle kratzten sich die Ohren, jeder ist ganz desperat.
Jemine, wir sind verloren! Weiß denn niemand guten Rat?
Da sprach Pipifax der Kleine: Ihr seid dumm wie Bohnenstroh;
ich allein, ja, ich alleine bin ein Teufel comme il faut!
Ihr habt Durst und nichts zu trinken, freilich ist das Höllenqual!
Seht ihr dort nicht Fenster blinken? Dorten winkt uns der Pokal!
Seht, dort ist der Rathauskeller, dort quartieren wir uns ein,
haben wir auch keinen Heller, hat der Wirt doch guten Wein.
Sind die Türen auch verschlossen, wer von euch verzaget noch?
Wir marschieren unverdrossen alle durch das Schlüsselloch!
Hurra! schrieen alle Teufel und spazierten stracks hinein,
leerten schnell zehntausend Flaschen von dem allerbesten Wein.
Sangen drauf im wilden Chore: Nichts geht über Lieb und Wein!
Und sie tranken con amore in die späte Nacht hinein.
Als der Hahn fing an zu krähen, und die Flaschen alle leer,
und die Teufel schon betrunken, da kam Satanas daher,
sperrte in die leeren Flaschen die betrunknen Teufel ein und
verpichte dann die Flaschen, zwängt mit Draht die Pfropfen ein.
Fünfmalhunderttausend Teufel sind in Flaschen festgebannt,
jeder dieser Teufelsflaschen wird Champagnerwein genannt.
Wenn die Stöpsel munter knallen, öffnet sich der Freude Schoß,
Lieder ringsumher erschallen, ja, dann ist der Teufel los!
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