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Im tiefen Keller sitz' ich hier
(K.Müller 1802)
Bei einem Fass voll Reben,
Bin frohen Muts und lasse mir
Vom Allerbesten geben.
Der Küfer holt den Heber vor,
Gehorsam meinem Winke,
Reicht mir das Glas, ich halt's empor
Und trinke, trinke, trinke.
Mich plagt ein Dämon, Durst genannt;
Doch um ihn zu verscheuchen,
Nehm' ich mein Deckelglas zur Hand
Und lass mir Rheinwein reichen.
Die ganze Welt erscheint mir nun
In rosenroter Schminke!
Ich könnte niemand Leides tun
Und trinke, trinke, trinke.
Allein mein Durst vermehrt sich nur
bei jedem vollen Becher;
Das ist die leidige Natur
Der echten Rheinweinzecher!
Was schadet's auch, dass ich zuletzt,
Vom Fass zum Boden sinke,
Ich habe keine Pflicht verletzt,
Ich trinke, trinke, trinke.
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