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Auch ich war ein Jüngling mit lockigem
Haar
(Vereins u. Taschenliederbuch 1865)
an Mut wie an Hoffnungen reich:
Beim Ambos von jeher ein Meister fürwahr,
im Fleiße kam keiner mir gleich.
Ich liebte den Frohsinn, den Tanz, den Gesang,
ich küsste manch Dirnlein mit rosiger Wang,
ihr Herz hat mir manche geweiht,
das war eine köstliche Zeit.
Einst waren die Mädchen so treu wie das Gold,
und zog ihr Geliebter ins Feld,
so schwuren sie ihm, wenn sterben er sollt,
zu sterben gewiss unvermählt!
Sie dachten noch nicht: wenn gestorben der,
wo nehmen wir gleich einen anderen her?
Sie waren noch nicht so gescheit,
das war eine köstliche Zeit.
Einst gab es noch Schätze, von Geistern bewacht,
und manchen verwegenen Fant,
der mutig hinausging in finsterer Nacht,
kam Reichtum und Glück in die Hand,
da hatten die Geister noch Geld im Haus
und liehen es ohne Prozente aus;
der Geist war nicht arm so wie heut,
das war eine köstliche Zeit.
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