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Der Wanderer
(K. Rotter)
Ein Sträußchen am Hute,
den Stab in der Hand,
muss ziehen der Wandrer
von Lande zu Land;
er zieht viele Straßen,
er sieht manchen Ort,
doch fort muss er wieder,
an `nen andern Ort.
So liebliche Blumen
am Wege dastehn,
muss leider der Wanderer
vorübergehn;
sie blühen so herrlich,
sie winken ihm hin,
doch fort muss er wieder,
muss weiter noch ziehn.
Wohl sieht er ein Häuschen
am Wege dastehn,
umkränzet von Blumen
und Trauben so schön.
hier könnt's ihm gefallen,
er wünscht, es wär sein,
doch fort muss er wieder,
die Welt aus und ein.
Ein liebliches Mädchen,
es redet ihn an:
Sei freundlich willkommen,
du wandernder Mann;
sie sieht ihm ins Auge,
er drückt ihr die Hand,
doch fort muss er wieder,
ins ferne Land.
So bietet das Leben
ihm manchen Genuss,
das Schicksal bestraft ihn
mit zögerndem Fuß;
nun steht er am Grabe,
nun sieht er zurück,
nichts hat er genossen
vom irdischen Glück
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