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Christnachtswünsche
(Cölestin Gschwari)
Ich möcht' auf hohem Glockenhaus
Heut eine Glocke hängen! -
Dann rief ich in die Nacht hinaus
mit silberhellen Klängen,
Und riefe laut und riefe lind,
Dass alle sich zum Jesukind,
Dem neugebornen, drängen.
Und eine Lampe möcht' ich sein
Vor diesem Kind, dem süßen,
Wie wollt' ich da mit hellem Schein
Sein Lockenhaupt umfließen!
Und lächelt' es dann mild und hehr,
So freuten drob sich alle sehr
Und täten fromm es grüßen.
Auch möcht' ich wohl als Englein licht
Ein Wiegenlied ihm singen
Und von des Vaters Angesicht
Ihm seligen Schlummer bringen.
Dann wollt' ich Frieden aller Welt
Verkünden und zum Sternenzelt
Empor mich wieder schwingen. -
Doch bleibst du auch nur, wie du bist,
So gib dich, Herz, zufrieden
Mit dem, was dir der heilge Christ
Als deinen Teil beschieden.
Und schaue fromm mit heiliger Scheu
Das Kindlein, das geboren neu,
Und dien' ihm froh hinieden!
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