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Das Christkind
(Franz Graf v. Pocci)
Es weht der Wind uns ist so kalt,
Es knarrt der Schnee im dürren Wald,
Die Sterne glänzen hell darein,
Da nahet sich ein Kindelein.
Ein Knabe lieb und wunderhold;
Mit seinem Himmelschein von Gold
Erhellt er mild die Dunkelheit
Und streuet Segen weit und breit.
Er bricht so manches Bäumelein
Und bringt's den Kindern, die beglückt
Das Bäumchen schauen viel geschmückt.
Ihr kennt das Knäblein allzu gut,
Das opferte sein eigen Blut
Und gab sein Leben hin für euch,
Ein Leitstern in das Himmelreich.
So betet denn zum Kinde fromm:
Du lieber Jesus, komm, o komm,
Und zieh in unsre Herzen ein,
Zu schenken uns den Frieden dein.
Den Frieden, den die Engel dort
Verkündigten am stillen Ort,
Den Frieden, den du uns gebracht
In jener heiligen, ernsten Nacht.
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